Bildgebung der Wirbelsäule

Unser Institut bietet ein breites Untersuchungsspektrum zur Bildgebung der Wirbelsäule. Dazu gehören funktionelle Röntgenaufnahmen zum Ausschluss von Instabilität der Wirbelsäule sowie die Myelographie. Die letztere Technik ist eine Untersuchung der Wirbelsäule nach intrathekaler Injektion von röntgendichtem Kontrastmittel und erlaubt die Darstellung von degenerativ bedingten Einengungen des Spinalkanals (insbesondere bei nicht MRI-tauglichen Patienten) eingesetzt wird sie zudem bei Patienten mit klinischem Verdacht auf Liquorverlustsyndrom. Unsere modernen MRI-Geräte (Magnetfeldstärke 1,5 und 3 Tesla) ermöglichen eine präzise Diagnostik von Patienten mit Rückenbeschwerden bzw. Verdacht auf Nervenkompression.

Bildgebung der Wirbelsäule

Anmeldungsinformationen

Neuromuskuläre Bildgebung

Die neuromuskuläre Bildgebung wird bei Erkrankungen der peripheren Nerven und Muskelerkrankungen angewendet. Die Krankheitsbilder umfassen sowohl gängige Entitäten wie traumatische Schädigungen der Nerven (z. B. Schnittverletzungen der Nerven) wie auch seltene erbliche Muskeldystrophien oder entzündliche Muskelerkrankungen. Die neuromuskuläre Bildgebung versteht sich immer als ergänzende Untersuchung zur klinisch-neurologischen und neurophysiologischen Abklärung. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Neuromuskulären Zentrum des Inselspitals werden diese Erkrankungen immer interdisziplinär beurteilt. Die Befundresultate seltener Erkrankungen werden auch im regelmässigen internationalen Austausch unter Experten besprochen.

Für die Bildgebung der Nerven steht die sogenannte MR-Neurographie zur Verfügung, bei welcher Strukturen der Nerven mit einer hohen Auflösung abgebildet werden. Dies ermöglicht, auch Unterstrukturen der Nerven hinsichtlich krankhafter Nervenveränderungen zu untersuchen.

Im Rahmen der Abklärungen von Muskelerkrankungen hilft das Ganzkörper-MR, den Befall der verschiedenen Muskelgruppen darzustellen und gibt erste Informationen über die Ursache der Erkrankung und erleichtert die Planung einer allfälligen Muskelbiopsie. Dank quantitativen MR-Verfahren können Erkrankungen und gegebenenfalls das therapeutische Ansprechen im Lanzeitverlauf dokumentiert werden.

Abb.1: Ganzkörper-MR. T1-Sequenz der Oberschenkel zur Beurteilung des Befallsmusters bei einer erblichen Muskelerkrankung.

 

 

Abb.2: Ganzkörper-MR. Quantitative T2-Relaxometrie zur Beurteilung der Krankheitsaktivität im Verlauf resp. des Therapieansprechens bei einer entzündlichen Myopathie (Myositis). Oben erhöhte Werte vor Therapie. Unten normale Werte während Therapie.

 

 

Abb.3: MR Neurographie zur Beurteilung der peripheren Nerven, am Beispiel des N. ischiadicus.