Magnetresonanztomographie (MR)

Andere Begriffe: MRI (Magnetic Resonance Imaging), Kernspintomographie

Bitte beachten Sie, dass wir für die Kontrastmittelgabe einen aktuellen Kreatininwert benötigen

Alle Patienten müssen aus Sicherheitsgründen vor der Untersuchung einen Fragebogen ausfüllen, der uns hilft, eventuelle Kontraindikationen gegen eine MR-Untersuchung festzustellen. Dieser Fragebogen steht in unserem Institut in vielen Sprachen zur Verfügung.

Unnötige Umtriebe können vermieden werden, wenn allfällige Kontraindikationen schon im Voraus durch den zuweisenden Arzt eruiert werden. Viele Fragestellungen lassen sich durch Alternativuntersuchungen beantworten (CT, Myelographie).

Relative Kontraindikationen gegen eine MR-Untersuchung sind sämtliche elektronischen Implantate, d. h., Herzschrittmacher, Neuro-Stimulatoren (spinal oder zerebral), subkutan implantierte Insulin-Pumpen, Cochlea-Implantate etc. Alle Untersuchungen mit aktiven Implantaten benötigen eine intensive Abklärung sowie eine aufwändige Vorbereitung unter Umständen unter Beizug anderer Disziplinen (u.a. Kardiologie / Neurochirurgie). 

Erhöhte Vorsicht ist geboten bei intraoperativ eingebrachten Metallclips und bei allen Arten von künstlichen Herzklappen. Unter Umständen benötigen wir eine Kopie des Operationsberichts, der eine exakte Typenbezeichnung des implantierten Materials enthält. Bei Fragen bezüglich aller Implantate stehen wir selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir Abklärungen lediglich im Rahmen von Untersuchungen vornehmen welche verbindlich in unserem Institut angemeldet sind. 

Der Kernspintomograph

Die Neuroradiologie verfügt über 6 modernste MR-Geräte:

  • 1.5 Tesla Siemens Avanto Fit
  • 1.5 Tesla Siemens Aera
  • 1.5 Tesla Siemens Aera Hochpräzisions-OP
  • 3   Tesla Siemens Vida  
  • 3   Tesla Siemens Skyra Fit
  • 3   Tesla Siemens Prisma

Welche MR-Untersuchungen bieten wir an?

Wir decken das gesamte Spektrum der MR-Untersuchungen des Schädels, der Wirbelsäule und bestimmte Untersuchungen des Halses ab.

Zudem bieten wir für die Notfallabteilung des Hauses einen 24 h-Service an. Im Rahmen unserer Stroke-Unit ebenfalls Schlaganfallbehandlungen rund um die Uhr.

Konventionelle MRI

  • Schädel-MR ohne und mit KM
  • Feinschicht-Sequenzen der 
  • Felsenbeine 
  • Orbita bzw. des
  • Gesichtsschädels 
  • Nasennebenhöhlen 
  • Kiefergelenke (auch funktionell) 
  • Hypophyse
  • Angio-MR des Circulus Willisii
  • Diffusions-MR (Tumore, Schlaganfall, Abszessdiagnostik)
  • Spektroskopie
  • Fiber-Tracking (DTI)
  • Funktionelle Bildgebung (FMRI)
  • Plexus-Darstellungen (cervical/lumbal)
  • Darstellung der Halsgefässe
  • Perfusions-MR, v. a. im Rahmen der Stroke-Abklärung
  • MR der Wirbelsäule und des Rückenmarks
  • Dakryozystographie (Darstellung der Tränenwege)
  • MR der Halsweichteile inkl. Schädelbasis

Funktionelle MRI

Die funktionelle Kernspintomographie umfasst verschiedene Methoden mit denen die Hirndurchblutung und somit auch die Aktivierung bestimmter Hirnareale während kognitiver, motorischer oder sensorischer Prozesse erfasst werden kann. Die Methoden werden z.B. im Rahmen einer Hirndurchblutungsstörung, zur Operationsplanung in der Neurochirurgie, Epilepsieabklärung oder verschiedener neurodegenerativer Erkrankungen eingesetzt und an unserem Institut in vollem Umfang durchgeführt.

MR der Felsenbeine

Geeignet für Fragestellung nach Pathologie im Kleinhirnbrückenwinkel oder im Mesenzephalon / Pons wie z.B. Akustikusneurinom, sonstige Tumoren, entzündliche Prozesse oder Pathologien im Verlauf des nervus facialis und der anderen basalen Hirnnerven (z.B. bei Trigeminusneuralgie). Insbesondere entzüdliche Prozesse der feinen Strukturen wie Hirnnerven lassen sich in den meisten Fällen in den Kontrastmittelserien gut nachweisen.

MR der Orbita

Die Indikation für diese Untersuchung ist gegeben bei Fragestellungen nach intraorbitalen entzündlichen oder raumfordernden Prozessen, Optikusatrophie, traumatischen Bulbusläsionen und generell für sämtliche Weichteilprozesse in dieser Region. Auch eine Retrobulbärneuritis lässt sich kernspintomographisch darstellen.Für die Beurteilung der ossären Situation ist allenfalls eine Feinschicht-CT der Orbita ergänzend in Betracht zu ziehen.

MR Angio

Die Angio der Hirngefässe ist eine einfache und schnelle Untersuchung, weshalb sie schnell in die Routine den Einzug hielt. Diese Untersuchung basiert auf der Aquisition von axialen Feinschichten über dem Circulus Willisi und anschliessender 3-D-Rekonstruktion. Vorteil der Methode: kein Kontrastmittel nötig. Indikationen ergeben sich zur Erfassung von Stenosen oder Abbrüche der grossen Hirngefässe in der Primädiagnostik, diese Sequenz bietet jedoch keinen Ersatz für die konventionelle Angiographie.

 

Die MR-Angiographie der Halsgefässe ist eine mögliche Alternative zur konventionellen Angiographie, wenn es um die Beurteilung der grossen Halsgefässe geht. Diese Untersunchung basiert auf die intravenöse Bolusapplikation von Kontrastmittel. Vorteil der Methode ist die nicht invasive und schnelle Aquisition.

Mittels der neusten Gerätegeneration ist es möglich zeitlich und räumlich hochauflösende Gefässdarstellungen (TWIST) zu aquirieren.

MR der Hypophyse

Die MR-Untersuchung ist die Methode der Wahl bei allen pathologischen Prozessen im Bereich der Sella bezw. Hypophyse. Auch kleine Hypophysenadenome sind mit geeigneter Technik nachweisbar. Bei grösseren Tumoren sind wichtige Fragen wie Infiltration des Sinus cavernosus oder Kompression des Chiasma opticum mit der MR optimal darstellbar.

MR der Wirbelsäule

Das MR eignet sich bestens für den Nachweis von Pathologie im Myelon, wie auch den Ausschluss von Kompression auf die neuralen Strukturen wie z.B. Diskushernie oder Spinalkanalstenose. Eindeutig überlegen gegenüber der Computertomographie ist das MR für Prozesse (Tumore/MS) im Spinalkanal. Auch zur Metastasensuche ist sie die Untersuchungsmodalität der ersten Wahl,v.a., wenn es um das Staging in der gesamten spinalen Achse geht.

Anmeldung neuroradiologischer Untersuchungen

Die externe Zuweisung ambulanter Patienten zur MRI-Untersuchung erfolgt am besten telefonisch zwecks Terminvereinbarung unter der Telefonnummer: 

 

Magnetresonanztomographie (MR)

Tel +41 31 632 13 77  

Die Zustellung der Anmeldung per Fax hat in jedem Fall vor dem gewünschtem Termin stattzufinden:

Fax +41 31 632 13 78