Magnetresonanztomographie (MR)

Magnetresonanzuntersuchung (MRI)

Sie sind für eine MR-Untersuchung bei uns angemeldet. Bitte melden Sie sich zur vereinbarten Zeit bei der Anmeldung Neuroradiologie (Neurozentrum, Etage C, Raum 215).

Die eigentliche Untersuchung dauert 30 bis 60 Minuten. Hinzu kommt die Vorbereitungszeit (Lagerung, evtl. Legen eines venösen Zugangs, also einer kleinen Nadel in eine Armvene), so dass gewöhnlich mit einer Gesamtdauer von einer Stunde gerechnet werden muss.

Hinweis für ambulante Patienten

Wenn Sie noch nie bei uns waren, bitten wir Sie, zunächst online oder beim Haupteingang an der Patienteninformation eine Aufnahme zu machen.

Wir sind immer bemüht, die Untersuchung bei Ihnen pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt durchzuführen. Unsere Abteilung hat allerdings eine grosse Zahl von Notfallpatienten zu behandeln, so dass es gelegentlich zu Verzögerungen kommen kann.

Danke für Ihr Verständnis!

An der Anmeldung bekommen Sie einen Fragebogen, denn Sie präzise im Warteraum ausfüllen sollten. Darin werden verschiedene Punkte abgefragt, die eine solche Untersuchung verbieten würden (Kontraindikationen, z.B. metallische Fremdkörper im oder nahe am Auge) oder die eine spezielle Vorbereitung erfordern (z.B. Beiziehung eines Kardiologen bei bestimmten Herzschrittmachern).

Welche Vorbereitungen sind nötig?

Bitte mitbringen, wenn vorhanden:

  • Voraufnahmen (CD, DVD)
  • Allergiepass
  • Implantatausweis (wenn vorhanden)
  • aktuelle Laborwerte (Kreatinin) vom Hausarzt oder zuweisenden Arzt       

Mahlzeiten vor der Untersuchung sind erlaubt.

Port-a-Cath: Angestochene Port-a-Caths können zum Teil für die Untersuchung verwendet werden. Für gewisse Spezialuntersuchungen muss jedoch am Arm trotzdem ein Zugang installiert werden. Direkt bei uns in der Neuroradiologie werden keine Port-a-Caths angestochen.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an unser Team der MR-Disposition unter der Nummer +41 31 632 13 77.

Was ist Magnetresonanztomographie?

Die Magnetresonanztomographie (MRT oder auch MRI von engl. magnetic resonance imaging) ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem das Körperinnere abgebildet werden kann. Sie ist seit den 80er Jahren fester Bestandteil der medizinischen Diagnostik. Mit der MR stellt man Schnittbilder des Gehirns, des muskuloskelettalen Systems und der inneren Organe her. Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet ist die Darstellung der Blutgefässe. Im Vergleich zur Computertomographie (CT) liefert die MR eine kontrastreichere Darstellung von Weichteilgewebe und Flüssigkeit.

Die Funktionsweise des MR

Die Funktionsweise des MR

Die diagnostischen Informationen werden von Wasserstoffatomen gewonnen. Die meisten Wasserstoffatome befinden sich im Körperwasser. Sie kommen aber auch in anderen Verbindungen, z.B. im Körperfett, vor. Für die Untersuchung liegen Sie in einer Röhre, in der ein zeitlich konstantes Magnetfeld erzeugt wird. Es werden dann kurze Radiosignale durch den Körper gesendet. Diese bewirken, dass die Wasserstoffatome im Körper für kurze Zeit selber schwache Radiosignale aussenden. Diese Signale werden von Antennen aufgefangen und von einem Computer zu einem Bild verarbeitet.

Im Gegensatz zu den Röntgenuntersuchungen, zu denen auch die Computertomographie gehört, werden keine Röntgenstrahlen benutzt. Die MR ist daher mit keiner Strahlenbelastung verbunden. Insbesondere sind zum heutigen Zeitpunkt bei der Magnetresonanztomografie keine onkogenen (Krebs erzeugende), mutagenen (das Erbgut schädigende) oder teratogenen (das ungeborene Kind schädigende) Effekte bekannt.

Wann soll eine MR Untersuchung nicht durchgeführt werden?

 

Die meisten Herzschrittmacher, Neurostimulatoren oder andere aktive Implantate (Innenohr[Cochlea-]Implantat) machen eine MR-Untersuchung aus Sicherheitsgründen unmöglich oder bedürfen detaillierte Abklärungen. 

Weiter können bestimmte künstliche Herzklappen sowie Metall in den Augen, im Gehirn oder in anderen Körperteilen eine MR-Untersuchung verunmöglichen.

 

Bitte orientieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin ausdrücklich über jegliches Implantat in Ihrem Körper. Dazu gehören Hüftprothesen älter als 1985, Innenohrimplantate, Gefässclips oder - z.B. nach einem Unfall - Metallsplitter, insbesondere in den Augen.

 

Es erleichtert Ihnen und uns die Planung einer MR-Untersuchung, wenn Ihr Hausarzt bzw. der zuweisende Arzt uns solche Implantate/Prothesen bereits bei der Anmeldung und Terminvereinbarung nennt.

Idealerweise benötigen wir Angaben zur Herstellerfirma z.B. einer Herzklappe und die genaue Typ-Bezeichnung des Implantates (wird üblicherweise im Operationsbericht angegeben),

 

Wir klären dann, ob gegebenenfalls eine Untersuchung unter Einhaltung besonderer technischer Parameter doch noch möglich ist. Wenn dies bereits geklärt wird, bevor Sie zu uns kommen, ersparen wir Ihnen, dass Sie unter Umständen wieder ohne Untersuchung nach Hause fahren müssen.

 

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auch, wenn Sie schwanger sind oder unter schweren Allergien leiden, da in diesem Fall bei Ihnen kein Kontrastmittel eingesetzt werden darf. Wenn Sie unter Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen; "Platzangst") leiden, kann die Untersuchung in Einzelfällen ebenfalls nicht durchgeführt werden.

Wenn Sie denken, aus diesem Grund Probleme zu haben, können Sie vor Ihrem Untersuchungstermin das Gerät besichtigen und sich die Untersuchung genau erklären lassen.