Innovationspreis für Biotech-Projekt

Mittwoch, 11. Januar 2017, 14:05 Uhr

Mauricio Reyes erhielt gestern Abend den zweitdotierten diesjährigen Ypsomed-Innovationspreis für seine Software zur automatisierten Auswertung von neurologischer Bildgebung.

Der Computer (links) erkennt die Veränderungen im Gehirn eines MS-Patienten exakt und vergleichbar mit dem hierfür geschulten Arzt (Mitte). (Abbildung: Neuroradiologie, Inselspital)

In gemeinsamer Forschungstätigkeit haben Ingenieure, Informatiker und Ärzte der Universität Bern und des Inselspitals eine Software zur klaren Unterscheidung von Gewebetypen im Gehirn entwickelt. Anwendungsgebiete sind die Vorhersage behandelbaren Gewebes nach Schlaganfall, die exakte Darstellung von Hirntumoren oder – als neuster Bereich – das Fortschreiten von Multipler Sklerose. Die Software lernt stetig dazu und kann somit ihre Voraussagen verbessern.

Entwickelt wurde die international bereits für Furore sorgende Software unter der Leitung der Professoren Dr. Mauricio Reyes (Institut für chirurgische Technologien und Biomechanik der Universität Bern) und Dr. med. Roland Wiest (Universitätsinstitut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Inselspital). Die interdisziplinäre Zusammenarbeit erbrachte Resultate, die internationale Aufmerksamkeit erregten: vgl. Medienmitteilung zur Software vom Oktober 2016.

Den mit 20 000 Franken dotierten Innovationspreis nahm Reyes gestern Abend für das Projekt "Automatische Methoden für medizinische Bildverarbeitung in Gehirntumorstudien“ entgegen. Jährlich unterstützt der Ypsomed Innovationsfonds mit insgesamt 60 000 Franken Forschung, Entwicklung und Technologietransfer.

Quelle: Medienmitteilung Ypsomed, 10. Januar 2016