Computertomographie (CT)

Bitte beachten Sie, dass ein aktueller Kreatininwert vorliegen muss, falls eine Kontrastmittelgabe erforderlich ist.

Achtung: Nimmt der Patient Metformin ein und es soll Kontrastmittel appliziert werden, so ist Metformin 48 h vor Untersuchungstermin abzusetzen. Nach der Kontrastmittelgabe ist beim Hausarzt eine Kreatininwert-Kontrolle durchzuführen. Bei Normwerten darf Metformin wieder wie gewohnt eingenommen werden.

Der Scanner der modernsten Generation stammt von der Firma Siemens Medical. Das Modell Definition Edge wurde als eines der weltweit ersten Geräte dieser neuen Baureihe in unserem Institut installiert. Es handelt sich um einen Multi-Slice-Computertomographen, der bis zu 128 Schichten gleichzeitig in weniger als einer halben Sekunde akquirieren kann.

Unmittelbar nach der Akquisition bzw. Berechnung der Bilder werden diese zur Nachverarbeitung (2D- oder 3D-Rekonstruktionen, Auswertung von dynamischen Kontrastmittel-Serien usw.) an eine externe Workstation geschickt.

Welche CT-Untersuchungen bieten wir an?

Welche CT-Untersuchungen bieten wir an?

Wir decken das gesamte Spektrum neuroradiologischer CT-Untersuchungen (Schädel einschliesslich aller Spezialuntersuchungen, Wirbelsäule und Hals) ab. Das Programm umfasst:

Schädel-CT Standard ohne und mit KM

Feinschicht-CT: 

  • der Felsenbeine 
  • der Orbita bzw. des Gesichtsschädels
  • der Nasennebenhöhlen 
  • der Kiefergelenke 
  • “Dentascan” für spezielle zahnärztliche und kieferchirurgische Fragestellungen
  • Angio-CT des Circulus Willisii
  • Angio-CT der Halsgefässe
  • Ganzhirn-Perfusions-CT z. B. im Rahmen der Stroke-Abklärung
  • CT der Wirbelsäule (Frakturen, Diskushernien, Tumoren, Entzündungen u. a.)
  • Möglichkeit der Nachverarbeitung von CT-Datensätzen zu digital subtrahierten Angiografien (DSA)

Interventionelle CT-Untersuchungen

Neben rein diagnostischen CT-Untersuchungen werden bei uns auch CT-Untersuchungen nach Kontrastmittel-Applikation in Körperhöhlen oder invasive Eingriffe im CT durchgeführt:

Diagnostik

  • Myelo-CT
  • CT-Dakryozystographie
  • CT-Sialographie

Therapie oder Biopsie

  • Schmerztherapien (Nervenwurzelinfiltrationen)
  • CT-gesteuerte Biopsien

Unser CT-Untersuchungsraum ist baulich (elektrische Anlagen, Lüftung/Klima) für minimal-invasive Eingriffe eingerichtet und zugelassen.

Perfusions-CT des Schädels

Mit der Perfusions-CT steht am Inselspital eine rasch einsetzbare und zu jeder Zeit verfügbare Methode zur Erfassung des regionalen Blutflusses im Gehirn zur Verfügung. Die Perfusions-CT wird routinemässig zur Früherfassung zerebraler Ischämien eingesetzt und ist ein wertvolles diagnostisches Instrument zur Entscheidung, ob eine intraarterielle Thrombolyse durchgeführt wird.

In der Lokaldiagnostik von Epilepsien ist der Nachweis bzw. Ausschluss struktureller Hirnläsionen nach einem ersten epileptischen Anfall nach derzeit gültigem Standard neben der Durchführung eines EEG Teil der Erstdiagnostik.

CT des Felsenbeins

Das CT der Felsenbeine wird im Dünnschichtverfahren angefertigt (0,6 mm Schichtdicke, 0,2 mm Schichtabstand), was überlappende Schichtführung bedeutet. Sehr feine knöcherne Strukturen lassen sich detailliert darstellen. Häufige Fragestellungen sind Nachweis bzw. Ausschluss eines Cholesteatoms, Zustand der Gehörknöchelchenkette, Mastoiditis, Kompression des N. facialis oder die Weite der Cochlea vor einer geplanten Elektroden-Implantation.

Die CT hat eine höhere räumliche Auflösung als das MR und ist der Kernspintomographie in der Darstellung knöcherner Strukturen weit überlegen.

CT der Nasennebenhöhlen

Für die Frage nach einer Sinusitis ist die CT ideal geeignet, das MR bietet kaum Vorteile (abgesehen von der Strahlenbelastung). Der ostio-meatale Komplex ist in der CT, wie alle ossären Feinstrukturen, sehr gut beurteilbar. Das NNH-CT kommt ausserdem präoperativ bei Navigations-gestützter Chirurgie zur Anwendung.

CT der Orbita

Die CT-Bildgebung der Orbita findet vor allem bei traumatischen Läsionen Anwendung, vielfach mit der Frage nach Orbitabodenfraktur oder intraorbitalem Hämatom. Bei der Fragestellung nach Tumoren ist der MR-Untersuchung der Vorzug zu geben, wenn es nicht um eine rein ossäre Problematik geht.

Ein Vorteil der CT ist die Möglichkeit der Rekonstruktion in allen Ebenen, wodurch die Beurteilung komplexer anatomischer Situationen deutlich erleichtert wird.

CT Dentascan

 

Axiale Feinschichtsequenzen des Unter-und/oder Oberkiefers. Üblicherweise findet diese Untersuchung im Rahmen einer präoperativen Abklärung (Implantat) statt.

Angio-CT

Die Angio-CT des Circulus arteriosus Willisii oder der Halsgefässe lässt sich problemlos und schnell mittels einer intravenösen Kontrastmittel-Bolus-Applikation durchführen. Allerdings erfordert die Darstellung v. a. der intrakraniellen Gefässe eine zeitaufwändige digitale Nachverarbeitung (Rekonstruktionen). Für die Darstellung der Gefässpathologien ist jedoch heute die Magnetresonanz die Untersuchung der ersten Wahl, v. a., wenn es um Gefässdissektion geht. Als Alternativuntersuchung bei Kontraindikationen für MR ist die CT jedoch durchaus in den meisten Fällen hinreichend aussagekräftig.

3-D-Rekonstruktionen

Die 3-D-Rekonstruktion wird aus einem möglichst feinschichtig aquiriertem Datensatz errechnet. Mit der Geschwindigkeit der heutigen Rechner beansprucht eine solche Rekonstruktion nur wenige Minuten.

In gewissen Fällen kann eine 3-dimensionale Darstellung hilfreich sein, wie zum Beispiel bei komplexen Frakturen, so dass z. B. der Operateur sich ein besseres Bild machen kann. Nicht immer führt eine solche Rekonstruktion zur verständlicheren Darstellung.

Zuweisung

Die externe Zuweisung der ambulanten Patienten zur neuroradiologischen CT-Untersuchung erfolgt am besten telefonisch zwecks Terminvereinbarung unter der Telefonnummer: +41 31 632 82 72

Der Zuweiser stellt uns die Anmeldung bitte vor dem gewünschten Untersuchungstermin per Fax zu unter: +41 31 632 82 83